Es war ein ereignisreicher Monat in der Selbsthilfekontaktstelle PM. Zum Thema Gesundheitsversorgung von Frauen und Medical Gaslighting in Brandenburg. Ganz passend zum Motto Wut trifft Feminismus lag der Fokus auf Veränderungsprozessen und Wandel, wo er dringend benötigt wird. Dabei stand auch die Frage im Raum, wie diese Energie der Wut, also der Wunsch nach Veränderung, genutzt werden kann, um sie in positive Energie des Mutes umzuwandeln und neue Wege zu gehen.
Frau Polkowski berichtete auf der Podiumsdiskussion, das Sie diesen Mut in den Selbsthilfegruppen täglich erleben kann. Menschen die den Mut haben ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen, sich Wissen aneignen und sich mit anderen austauschen, Menschen, die den Mut haben Projekte zu wagen und diese Energie nutzen, um aktiv zu werden. Das heißt nicht dem Leben und den Umständen ausgeliefert zu sein, sondern selbst wirksam zu werden.
Ärzte*innen schieben, insbesondere bei Frauen, Beschwerden gerne auf die Psyche oder nehmen diese gar nicht ernst, wie der Bericht der Journalistin Sybille Seitz zeigt. Hier gehts zum Beitrag: ARD Mediathek medical gaslighting
Dies hört Frau Polkowski auch aus den Selbsthilfegruppen, wo Betroffenen manchmal Jahre auf ihre Diagnosen warten und lange Wege von verschiedenen Ärzten*innen hinter sich haben. Deswegen ist es besonders wichtig auf dieses Thema aufmerksam zu machen und Betroffenen Mut zu machen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Dieses Verständnis und die gegenseitige Unterstützung ist einer der wichtigsten Bestandteile der Selbsthilfe.